Sonntag, 20. Mai 2012

Blubb 291

hachja - sagte ich, es KANN, MUSS aber nicht schief gehen?

Meine persönliche Weisheit des Tages: Am Tag vor Prüfungen denkt man immer "ach hätte ich doch mehr getan."
Nur diesesmal stimmt es. AC hab ich noch gar nicht gelernt - schreib ich am Mittwoch.
UT hab ich kaum gelernt - schreib ich am Dienstag.
Bio... entweder ich KANN es schon oder ich verstehe es nicht - tolle Vorraussetzungen. Ich neige dazu, den Calvin- und den Citratzyklus zu verwechseln. Super, was?
Ich versuche die ganze Zeit, ruhig zu bleiben, nicht zu viel daran zu denken, was passieren kann. Aber wirklich funktionieren tut es nicht. Ich krieg einfach die Stimme in meinem Kopf nicht still, die ständig ruft:
Du wirst versagen! Du kannst das nicht! Du bist ein nichts und genau das wirst du auch erreichen! 

Hm. . Ist schwer, das abzustreiten.  Ich weiß nicht so genau, wie ich mit mir selbst argumentieren soll. Ich bin genervt von fast allem, ich hab immer wieder Heulanfälle, weil ich einfach nicht weiter weiß. 

Aber naja - ich muss es schaffen. Aufgeben ist keine Option. ... Wiederholen, meinetwegen - einen Job hab ich ohnehin nicht... Ich beginne, der Stimme in meinem Kopf zu glauben  - dass ich versagen werde, dass ich es nicht schaffe, nicht kann. 

Natürlich bekomme ich von allen Seiten gesagt "Doch natürlich! Du schaffst das! Das kannst du!" 
Aber woher wissen das alle anderen?
Woher wissen sie, dass ich es schaffe? 


Ich weiß es doch selbst nicht. 

Soll ich mich in einer Situation, in der ich selbst nicht weiter weiß, darauf verlassen, was andere zu wissen glauben?
Sind sie alle nicht auch furchtbar enttäuscht von mir, so enttäuscht wie ich selbst, sollte ich es nicht schaffen?
Sind es einfach nur die Anforderungen, die ich an mich selbst gestellt habe, die mich so furchtbar nervös machen? Die mir Angst machen?
Ich stelle hohe Anforderungen an mich. Das weiß ich. In keiner Prüfung schlechter zu sein, als eine 2 ist eine extrem hohe Anforderung - was ist, wenn ich mich selbst enttäusche? Was, wenn ich NICHT schaffe, was ich mir vornehme? Ich bin immernoch eine der besseren Schülerinnen, das ist mir klar. Andererseits: Wieso finde ich dann verdammt nochmal keinen Job?
Wieso bekomme ich von niemandem den erlösenden Anruf, werde zumindest mal zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen? Tu  ich zu wenig dafür? Ich habe 10 schriftliche Bewerbungen weggeschickt. 3 Elektronische. 13... Das ist ziemlich wenig. Warum wundere ich mich dann, dass ich nichts bekomme? Aber was soll ich machen? Stellen herzaubern? Das geht leider nicht. 


Ich weiß nicht, wo ich weiter machen soll. Oder warum. Rutsche durch die Angst wieder zurück in meine Depressive Phase. Und irgendwie funktioniert nichts, was sonst funktioniert. Es funktioniert kein "Ey, in 11 Tagen krieg ich mein Tattoo! Und feier mit meinen Freunden Geburtstag!" Ich sehe das nicht. Ich sehe nur die Prüfungen und dass mich danach ein großes schwarzes Loch empfängt, in dessen Mitte einfach nur ein gigantisches ? prangt.  

Genug gejammert. Jammern bringt dich nicht weiter, dummes Kind! Tu etwas! Geh lernen! 

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