Samstag, 2. Juli 2011

Blubb 121

Heute ist es ein wenig besser - dachte ich zumindest. Es ist... merkwürdig. Es ist nichts. Nicht traurig, nicht fröhlich, einfach nichts.

"Stellen Sie sich vor, Sie sind traurig. .... Und jetzt stellen Sie sich vor, Sie sind glücklich. ... Jetzt stellen Sie sich vor, Sie haben Angst. ... Und jetzt, stellen Sie sich vor, Sie sind erleichtert. ... Stellen Sie sich vor, Sie sind bedrückt. ... Stellen Sie sich vor, Sie haben Heimweh. ... Stellen Sie sich vor, Sie wollen weg von hier. ... Und jetzt stellen Sie sich vor, Sie fühlen all das zur selben Zeit."

Das können normale Menschen nicht. Ich wünsche es keinem, so viele widersprüchliche GEdanken und Gefühle in sich ertragen zu müssen. Ich wünsche es keinem, nicht zu wissen, wer man ist. Was, wozu und warum man ist. Warum man NOCH ist.

Ich wünsche es keinem, meine Gedanken teilen zu müssen und doch lasse ich euch teilhaben an einem Bruchteil der Gedankensuppe. Warum? Weil ich meine Gedanken für mich behalten und doch teilen will. Weil ich meine Ruhe und trotzdem jemanden bei mir haben will.

Ambivalenz.

Versager.
Kaum ein Wort beschreibt mich derart perfekt. Versagen ist so ziemlich alles was ich kann, in nahezu jeder Hinsicht.

Wo ist meine Euphorie von Montag hin? Wo ist dieses Hochgefühl, das Gefühl, dass ich alles schaffen kann, wenn ich möchte? Warum ist es einfach so weg? Ich will es wieder haben - das Leben ist so viel leichter ohne das Wissen um das eigene permanente Versagen.

Ich versuche den ganzen Tag schon, PhysChem zu lernen - und versage. Ich kann mich nicht konzentrieren, ich verstehe einfach nichts von dem, was da steht. Aber ich muss es schaffen! Ich weiß, dass ich theoretisch ne 4 schreiben kann und ne 2 bekomme, aber....

Am Donnerstag schreiben wir unseren LAbortest. Da muss ich ne 1 schreiben, damit ich noch ne zwei im Zeugnis bekomme. Ich MUSS!

In der Schule gebe ich mich natürlich weiter wie immer - ich schaffe es sogar, weder überdreht noch deprimiert zu wirken. Ich ziehe mich nicht weiter zurück und keiner scheint zu merken, dass ich kurz vor dem Aufprall stehe.

Ein Grund, stolz zu sein?

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